Montag, 3. Dezember 2012

Verfolgungsjagd auf Facebook

Die Polizei ist darauf angewiesen, dass Hinweise auf den Täter aus der Bevölkerung kommen. Es gibt allerdings immer weniger Wege jeden einzelnen Menschen zu erreichen, um ihn über einen Verdächtigen zu informieren, da nur noch Menschen, die über 80 sind die berüchtigte Sendung "Aktenzeichen XY" gucken. Da die Zeit sich wandelt muss sich auch die Fahndung der Polizei wandeln, um ALLE Zielgruppen zu erreichen. Daher wurde in einigen Bundesländern nun die Facebookfahndung eingeführt. In einigen Städten läuft nun eine Testphase zur Fahndung über Facebook, was verschiedene Reaktionen ausgelöst hat.
Da viele junge aber auch ältere Leute sich heutzutage auf solchen sozialen Netzwerken bewegen und , wie oben gesagt,"älteren Medien" immer weniger nutzen, scheint es für Einige eine notwendige Weiterentwicklung der Fahndungsmethoden der Polizei zu sein, denn mit dieser Methode lässt sich eine viel größere Menge an Menschen erreichen und auch die Verbreitung der Nachricht nach der Fahndung Ausgegebenen geht viel schneller. Durch das teilen der Phantombilder kann sich das Bild durch das Schneeballprinzip auf der ganzen Welt verbreiten. Die Polizei Hannover verbucht seit Beginn der Testphase auch bereits einige Erfolge, so wurden breits 8 Fälle aufgeklärt in denen die entscheidenen Hinweise durch Facebook eingegangen waren. Bei diesen Fällen handelte es sich vorallem um vermisste Kinder, sowie Körperverletztung und Diebstahl. Durch die schnelle Verbreitung bei Facebook gingen außerdem sämtliche Hinweise auf eine getötete Studentin bereits nach wenigen Stunden ein.
Auf der anderen Seite hagelt es Kritik gegen die neue Fahndungsmethode über Facebook. Zum einen kritisieren Datenschützer die unlöschbaren veröffentlichten Inhalte auf Facebook, denn selbst wenn sich später durch Hinweise herausstellt, dass der gesuchte mutmaßliche Täter unschuldig ist wird der Fahndungsaufruf für immer und ewig abrufbar sein, er wird immer "der mutmaßliche Täter" sein. Außerdem wird wegen der möglichen Lynchjustiz gewarnt. Ein perfektes Beispiel für dieses Argument ist der mutmaßliche Täter im Fall des getöteten Kindes in Hannover, welcher nach der Bekanntgabe eines Verdachtes im Internet extrem angegriffen wurde und es sogar aufgerufen wurde ihn zu stellen. Später stellte sich heraus, dass er unschuldig ist, er ist allerdings von nun an deutschlandweit bekannt  als der mutmaßliche Kindermörder. Würden mutmaßliche Täter immer auf Facebook veröffentlicht werden könnte es somit zum Aufruf zur Selbstjustiz kommen.
Meiner Meinung nach ist es extrem wichtig, dass sich die Ermittlungsmethoden der Polizei ändern, weil durch die alten Medien nur noch eine geringe Menschenmasse erreicht wird. Allerdings erscheint es mir immer noch recht ungeheuer, dass die Polizeifahndung über Facebook laufen soll, einem Netzwerk, dass eigentlich der Kommunikation zwischen weit voneinander entfernt lebenden Freunden dienen sollte.

Das wars heute von mir mal zu einem ernsten Thema, dass uns eigentlich alle betrifft. Denn wer weiß, vielleicht wird morgen nach DIR über Facebook gefahndet!

Mit einem extrem ernsten Blick
Maren

Das hier war ein Text der als Klausur für das Schulfach Medien erstellt wurde, weshalb er einfach scheiße langweilig ist. Ich glaube der hat auch nur 9 Punkte eingebracht.

Quelle 1
Quelle 2

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